Irgendwann steht jeder vor der Frage: Der alte Laptop ist für die aktuelle Software, Betriebssystem, Anforderungen nicht mehr gewachsen. Dann fängt man an, sich darüber Gedanken zu machen, wie soll der nächste Laptop aussehen. Jede Entscheidung ist ein Kompromiss, die superleichte, schnelle, langlaufende Maschine mit einem großen Bildschirm gibt es einfach noch nicht.
Also ist jede Wahl ein Kompromiss und Abwägung von Randbedingungen. So auch bei mir. Um möglichst beide Extreme klein, leicht überall dabei und präsentationsfähig / Desktop Ersatz abzudecken braucht man zwei Geräte. Ich habe das Thema ultra portabel, leicht und klein aber mit ausreichender Leistung vor kurzem mit dem Kauf eines gebrauchten Acer C112 Tablets gelöst. Damit habe ich das Gerät fürs leichte Gepäck. Aber für längeres Arbeiten, Präsentationen und Desktop Ersatz mit Vista und eventuell zusätzlich einer virtuellen Maschine im Hintergrund nebs SQL Server und VS 2005 taugte mein 4 Jahre alter Acer Travelmate 800 nicht mehr wirklich.
Technisch waren die Randbedingungen klar, das schnellste Gerät sollte es schon sein. Dann kann man einigermaßen sicher sein, zumindest die nächsten drei Jahre mit so einem Gerät gut ausgestattet zu sein. Also Core2Duo, 2GB RAM 100 GB+ Festplatte und 15 Zoll Bildschirm waren schnell definiert, aber die Frage welcher Hersteller soll es nun sein, war damit noch lange nicht beantwortet.
Also viele Webseiten besucht und hin und her verglichen. Eins war schnell klar: unter 2k Euro läuft nicht viel. Zum Schluß war die Wahl dann zwischen einem Dell D820 und dem Apple MacBook Pro hängen geblieben.
Wie der Titel schon sagt, habe ich mich dann für ein MacBook Pro entschieden. Dafür gab es weiche und harte Kriterien (die weichen haben aber dann den Ausschlag gegeben). Die harten Kriterien waren: Leistung der Rechner waren im wesentlichen übereinstimmend, allerdings war der Apple für mich im Vergleich 400 Euro billiger! (Ok, ich bestelle im Großhandel und habe als Microsoft Certified Partner ein paar Vista Lizenzen im Paket). Aber wirklich entscheidend sind die weichen Faktoren, jeder hat immer schon neidig auf das wirklich tolle Design von Apple geschaut und das Notebook ist wirklich fast zu schön um damit zu arbeiten. Außerdem kann man mal in die von den Apple Jüngern (die haben ja keine Anwender) Vorzüge eines Macs reinschnuppern. Nebenbei bemerkt, beim ersten Einschalten und Internetkonakt wurden erstmal einige hundert Megabytes an Updates gezogen. Da fühlte man sich als Windows Anwender doch direkt zu Hause :-)! Naja in Wirklichkeit habe ich mich bisher zwei Stunden mit MacOS beschäftigt. Einiges ist wirklich nett, aber ehrlich gesagt konnte ich nun nüchtern betrachtet keine wirklich entscheidenden Unterschiede entdecken (jetzt werde ich sicher ein paar Schläge ernten). Allerdings hat sich MacOS einige schöne Feaures bei Vista abgeguckt ;-) Aber ehrlich, es macht Spass mit MacOS zu arbeiten, auch wenn einiges etwas anders funktioniert und man als "Standard Windows" User immer nach der rechten Maustaste sucht. Viele Funktionen sind sehr durchdacht insofern kann ich die Mac-Jünger nun besser verstehen. Mein Geld verdiene ich trotzdem weiter in der Windows-Welt.
Nun denn auf den Laptop soll ja nun Vista, also Bootcamp heruntergeladen und installiert, Festplatte partitioniert (40 GB MacOS und 80 GB Vista) und Treiber CD gebrannt. Das war wirklich einfach und gut unterstützt. Dann Vista DVD rein und neu gebootet.
Dabei stellte sich heraus, das Teil ist wirklich schnell. In ca. 10 min war Vista drauf und zum ersten Mal gebootet. Die Treiber CD war erstmal gar nicht nötig. Der Rechner war zumindest nach der Installation betriebsbereit und funktionierte im Wesentlichen. (Leistungsindex 4,6)
Nach dem was man in den Blogs usw. lesen kann ist XP SP2 allerdings besser unterstützt. Im Gerätemanager waren dann auch etliche Fragezeichen zu bewundern. Also Treiber CD eingelegt und installiert. Auf der Treiber CD ist ein MSI File und nach Aufruf installiert es die fehlenden Treiber automatisch (zumindest unter XP). Da die Treiber für XP sind meckert Vista auch etwas herum. Nach Installation waren aber ein paar Fragezeichen weg. Einiges funktionerte allerdings immer noch nicht. WLan, Kamera, Bluetooth waren die wesentlichen Punkte. Außerdem ist die Tastaur zumindest unter Vista nicht mit allen Apple Funktionen gesegnet und es gibt keine rechte Maustaste. Die fehlt dann doch schon sehr, wenn man sie nicht hat. Zuerst habe ich mal mit einer externen Maus weitere Installationen erledigt, Office, VS 2005 usw.
Danach habe ich mich im Internet nach den fehlenden Treibern umgesehen. Sehr hilfreich dabei waren folgende Links:
Installation Treiber
Tastaturtreiber für Vista
Zum guten Schluß fehlt derzeit eigentlich nur Bluetooth und die eingebaute Kamera funkioniert noch nicht. Die springt zwar an und wird vom System erkannt, aber das Bild ist schwarz.
Insgesamt macht die Arbeit am neuen System richtig Spass, viele wissen überhaupt nicht von Bootcamp und machen große Augen von auf einem Mac auf einmal Vista läuft. Der Bildschirm ist wirklich sehr gut und hell. Insgesamt bereue ich die Entscheidung zum Apple überhaupt nicht. Man muß allerdings die Bereitschaft mitbringen, sich etwas mit dem System zu beschäftigen und auszuprobieren. Schlüsselfertig ist der Rechner nicht. Aber da habe auch schon einige Stories gelesen von recht mäßigen "Vista ready" Laptops mit vorinstalliertem Vista und Treiberproblemen. Soweit bisher zu hören, wird im kommenden MacOS der Vista (bzw. Microsft OS) Support "serienmäßig sein. Damit werden auch die Vistatreiber vermutlich bereit stehen und funktionieren.

Donnerstag, 15. März 2007 10:12